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Ancylostoma caninum und Uncinaria stenocephala

Hakenwürmer sind kleine Vertreter der Fadenwürmer. Sie erreichen eine Größe von etwa 1 bis 1,5 cm und gehören zu den Rundwürmern. Bei Hund und Katze kommen Ancyostoma caninum und Uncinaria stenocephala am häufigsten vor. Über den Kot infizierter Tiere werden die Eier ausgeschieden und erreichen ihr infektionsfähiges Larven-Stadium III anschließend in der Umwelt.

Meist erfolgt die Infektion mit Uncinaria stenocephala über orale Aufnahme von infektiösen Larven. Die Aufnahme über die Haut ist eher untergeordnet, da hierbei nur sehr wenige Larven den Dünndarm erreichen. Die Larven wandern von der Magen- und Duodenumwand innerhalb von zwei Tagen in den Dünndarm. Hier entwickeln sich dann die adulten Würmer.

Die Wurmeier werden nach etwa zwei bis zweieinhalb Wochen ausgeschieden. Für das Wirtstier ist der Befall vergleichsweise weniger belastend. Zwar heftet sich der Parasit auch an der Darmwand fest, er ernährt sich aber nicht vom Wirtstierblut, sondern von Gewebebestandteilen. Dies führt oft zu einer katarrhalischen Enteritis.

Ancylostoma caninum

Ansteckung, Übertragung

Bei Ancylostoma caninum erfolgt die Ansteckung über die Haut und auch oral. Es ist hierbei auch eine Übertragung über die Muttermilch und durch das Fressen eines paratenischen Wirtes möglich. Wurden die Ancylostoma caninum Larven über die Haut aufgenommen, wandern diese über die Unterhaut in die Venen. Von dort über das Herz in die Lunge und weiter zum Rachen. Hier gelangen sie durch Abschlucken durch die Speiseröhre in den Magen und letztendlich weiter in den Darm. Dort entwickeln sich dieses zu adulten Hakenwürmern.
Ein paar Larven setzten sich gleich nach der Aufnahme jedoch im Gewebe ab, wo sie in Ruhestadien verweilen und jahrelang aktivierbar sind. Reaktiviert werden sie bei weiblichen Tieren am Ende einer Trächtigkeit aber auch während Hitzezeiten.
Durch eine erneute Wanderung durch den Körper gelangen die Larven zu den Milchdrüsen. Es werden aber immer nur ein paar der Larven reaktiviert. Je nach Befallsstärke, Ernährungszustand und Alter des erkrankten Tieres treten die klinischen Symptome unterschiedlich stark auf. Gerade bei jungen Tieren findet man die schwersten Erkrankungen, sogar bis hin zum Tod. Bei erwachsenen Tieren sind die Symptome meist struppiges Fell, Abmagerung, Durchfall, rasche Ermüdung, Austrocknung oder Blutarmut. Bei geringem Befall können die Symptome auch ganz ausbleiben.

Infizierung von Menschen

Auch Menschen können sich mit Ancylostoma caninum infizieren. Bei ihnen handelt es sich um eine Zoonose. Infiziert werden Menschen über den Hautkontakt mit Larven. Nach zwei bis vier Tagen entstehen an der Einwanderungsstelle insektenstichartige, stark juckende, rötliche Hautläsionen. Meist kommt es auch zu einer bakteriellen Besiedelung der Hautbezirke, welche eitrige Ekzeme bilden kann. Selten dringen beim Menschen die Larven in den Körper ein, meist bleiben sie lediglich unter der Haut. Die Erkrankung heißt „Larva migrans externa“ aber auch „Larva migrans cutanea“.


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