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Askariasis (Spulwurminfektion bei Menschen)

Die Spulwurminfektion ist die häufigste verbreitete Wurminfektion des Magen-Darm-Traktes und kommt in allen Teilen der Erde vor. Am meisten jedoch in den Ländern mit den schlechtesten Hygiene Bedingungen. Spulwürmer leben als Parasit im Dünndarm der Menschen und gehören zu der Gruppe der Fadenwürmer. Unreife Eier werden über den Stuhl des Menschen ausgeschieden und reifen in der Erde aus. Die Ansteckung erfolgt dann über den Verzehr unsauberer Nahrungsmittel. Dazu zählen vor allem Salat, Obst und ungekochtes Gemüse. Kinder infizieren sich auch über das Spielen mit kontaminierter Erde, sie sind ebenfalls weitaus mehr betroffen als der erwachsene Mensch.

Askariasis

Die über den Mund aufgenommenen Eier wandern in den Dünndarm und entwickeln sich dort zu Larven. Die Larven gelangen dann über das Blut in die Lunge und die Atemwege des Menschen.

Die Inkubationszeit dauert zehn bis zwölf Tage. Von dort werden die Larven hochgehustet und erneut geschluckt. Die Larven wandern erneut in den Dünndarm und entwickeln sich in sechs bis acht Wochen zu geschlechtsreifen Würmern, welche Eier produzieren. Die produzierten Eier werden über den Stuhlgang ausgeschieden, der Kreislauf beginnt.

Symptome und Diagnose

Eine Infektion mit Spulwürmern zeigt oft keine Symptome, je nach Schweregrad der Erkrankung kann es zu Bronchitis, Atembeschwerden, Darmkoliken und Durchfall, Appetitlosigkeit und Darmverschluss kommen. Ebenso können Gallen -und Pankreasgänge verstopfen und in manchen Fällen zeigen sich außerdem allergische Reaktionen.

Die Diagnosestellung erfolgt durch Untersuchungen des Stuhls und/oder des Sputums (Auswurf), es werden Eier oder Würmer nachgewiesen. Bei der Blutuntersuchung orientiert sich der Arzt nach den gebildeten Antikörpern gegen die Spulwürmer. Außerdem sind die eosinophile Granulozyten (weiße Blutkörperchen) im Blut erhöht.

Behandlung und Vorbeugung

Therapeutisch erfolgt zunächst eine medikamentöse Behandlung mit Anthelmintika, zusätzlich muss prophylaktisch gegen die Weitergabe der Eier im Stuhl vorgegangen werden. Sollte es zum Darmverschluss kommen, ist eine Operation meist nicht zu vermeiden. Nach der geeigneten Therapie ist die Prognose gut, Komplikationen treten meist nur selten auf, allerhöchstens bei massivem Spulwurmbefall.

Zur Vorbeugung der Erkrankung ist es wichtig, bestimmte Hygieneregeln einzuhalten. Es ist empfehlenswert Obst und Gemüse vor dem Essen gründlich zu waschen. Direkten Kontakt zu Nahrungsmittel die mit Fäkalien verunreinigt sind sollte strikt vermieden werden. Kinder müssen dahin gehend ermahnt werden, die Finger nach dem Spielen im Sand oder in der Erde nicht in den Mund zu stecken und sich immer gründlich die Hände zu waschen.

Schenkt man diesen Regeln Beachtung, ist auch die Ansteckungsgefahr einer Spulwurminfektion gemindert.

Bild: © N-Media-Images – Fotolia.com



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