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Bandwurm beim Menschen (Echinokokkose)

Erkrankungen, die durch Bandwürmer entstehen, basieren auf unterschiedliche Arten von Würmern. Bedeutende Bandwürmer für Menschen sind der Fisch-, Rinder- und Schweinebandwurm sowie der Hunde- und Fuchsbandwurm. In Mitteleuropa kommen hauptsächlich der Hunde- und Fuchsbandwurm vor, die für die Erkrankung Echinokokkose verantwortlich sind. Echinokokkose ist eine Infektionskrankheit, die durch die Larven der beiden Bandwürmer hervorgerufen werden kann. Da es zwei Arten von Hunde- und Fuchsbandwürmern gibt, sprechen Mediziner auch von zwei unterschiedlichen Echinokokkosen: Zum einen gibt es die zystische Echinokokkose, die durch den Wurm Echinococcus granulosus hervorgerufen wird und die alveoläre Echinokokkose, welche durch den Wurm Echinococcus multilocularis entstehen kann. Während der Bandwurm Echinococcus granulosus weltweit verbreitet ist und als Endwirt der Hund und seltener auch der Fuchs bevorzugt wird, ist der Echinococcus multilocularis vorwiegend in Alaska und Sibirien zu finden. Außerdem kommt dieser Bandwurm auch in einigen Teilen Deutschlands und der Schweiz vor.

Bandwurm beim Menschen

Eine Infektion durch den Fisch-, Rinder- und Schweinbandwurm wird durch das Essen verseuchter Nahrungsmittel hervorgerufen. Auf den Lebensmitteln befinden sich Wurmfinnen, die über das Essen in den menschlichen Körper gelangen.

Die Diagnostik von Echinokokkose

Besteht der Verdacht einer Echinokokkose, stehen unterschiedliche Untersuchungsmethoden zur Festigung der Diagnose zur Verfügung. Bestimmte Bluttests können Licht ins Dunkle bringen. Hierfür wird das Blutserum auf spezifische Antikörper untersucht. Ist die Leber mit Zysten behaftet, zeigt sich das meist im Bluttest, bei Zysten in anderen Organen, wie beispielsweise in der Lunge, kommt es nicht immer zu einer Antikörperreaktion und kann somit auch nicht mittels Bluttest nachgewiesen werden. Bringt der Bluttest ein negatives Ergebnis, heißt das nicht zwangsläufig, dass keine Echinokokkose vorliegt.

Um eine absolut sichere Diagnose stellen zu können, bedient sich die Medizin gerne der bildgebenden Verfahren. Durch Röntgen, Ultraschall oder Computertomografie können eventuelle Zysten lokalisiert werden. Des Weiteren werden die Zysten, mittels dieser Verfahren, auch vermessen.

Um den Erreger nachweisen zu können, bedarf es einer Punktion der Zysten. Wird eine Zyste punktiert, stellt das gleichzeitig aber auch ein erhöhtes Risiko einer Weiterverbreitung der Infektion dar. Durch das Punktieren kann die Zystenflüssigkeit in die nähere Umgebung gelangen und dadurch die Infektion weiter verbreiten. Des Weiteren besteht bei einer Punktion immer die Gefahr einer allergischen Reaktion, die einen schweren Verlauf nehmen kann. Daher verzichten einige Mediziner auf den Nachweis des Erregers oder spritzen, nach einer Punktion, Äthanol in die Zysten, damit die Finnen oder Larven absterben und sich nicht weiterverbreiten können. In manchen Fällen erhalten Patienten vor einer geplanten Punktion ein Wurmmittel, sodass die Erreger im Vorfeld abgetötet werden. Diese Behandlung kann bis zu einem Monat lang andauern.

Welche Beschwerden zeigen sich bei einer Echinokokkose?

Symptomatisch können sich Oberbauchbeschwerden sowie ein Druckgefühl zeigen, auch Gallenkoliken, Appetitlosigkeit sowie Schmerzen im Brustraum wurden beobachtet. Ebenso kann es zu einer Gelbfärbung der Augen und der Haut kommen. Beschwerden zeigen sich meist erst fünf bis 20 Jahre nach einer Infektion, da die Zysten sehr langsam wachsen. Daher ist die Diagnose “Echinokokkose” nicht selten ein Zufallsbefund.

Die zystische Echinokokkose zeigt sich zu 80 Prozent mit Zysten in der Leber und zu 15 Prozent mit Zysten in der Lunge. In etwa fünf Prozent aller Fälle sind andere Organe, wie Milz, Niere oder Gehirn, betroffen.

Bei der alveolären Echinokokkose ist vordergründig die Leber betroffen, in seltenen Fällen zeigt sich diese Erkrankung auch in der Milz und der Lunge. Die Finnen der alveolären Echinokokkose sind weniger fähig, Zysten zu bilden. Stattdessen wuchern sie in ein Labyrinth aus, das sich schwammig zeigt.
Echinokokkosen zeigen erst dann Symptome, wenn Organe durch große Zysten verdrängt oder durch große Wucherungen vergrößert wurden. Platzt eine Zyste und deren Flüssigkeit sickert in die Bauchhöhle kann es einerseits zu einer Bauchfellentzündung oder andererseits zu einer allergischen Reaktion kommen. Dies wird unter anderem durch Fieber sowie Juckreiz und einer allergischen Hautreaktion erkennbar. Besteht eine große Überempfindlichkeit gegenüber dem Erreger oder werden große Mengen Zystenflüssigkeit entleert, kann es auch zum anaphylaktischen Schock kommen – eine lebensbedrohliche Reaktion. Welche Symptomatik sich außerdem zeigt, kommt auf den Befall des Organs an: Sitzen die Zysten in der Leber, können sie beispielsweise für Gallenkoliken verantwortlich sein. Befinden sich die Zysten in der Lunge, können durch das Platzen Schmerzen im Brustraum und Bluthusten die Folge sein. Zu tödlichen Komplikationen kann es kommen, wenn sich Zysten im Herz oder Gehirn platziert haben, dies ist jedoch eher selten der Fall.

Therapien bei einer Echinokokkose

Wie eine Therapie aussieht, ist abhängig vom Schweregrad der Erkrankung sowie vom allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten. Ebenso richtet sie sich nach den klinischen Symptomen sowie der Zystenanzahl, der Zystengröße und deren Lokalisation.

Gerade bei der alveolären Echinokokkose sieht man von operativen Verfahren ab und verabreicht stattdessen Medikamente gegen den Bandwurm. Dies gilt auch für eine Erkrankung, bei der die Zysten klein und in geringer Anzahl vorhanden sind. Eine medikamentöse Behandlung umfasst mehrere Zyklen und es bedarf einer engmaschigen Kontrolle. Bleibt der gewünschte Erfolg aus, muss über eine eventuelle Operation nachgedacht werden.

Phytotherapeutische Möglichkeiten

Als stärkste Heilpflanze gegen Bandwürmer gilt Aspidium filix-mas, auch Wurmfarn genannt. Hier werden die Wurzelstöcke zum Extrakt verarbeitet. Die Therapie mit Wurmfarn sollte ärztlich überwacht werden, da starke Nebenwirkungen eintreten können. Die Dosierung wird hoch gewählt, damit der erwünschte Effekt auch erzielt wird. Als Nebenwirkung wurde eine starke Leberbelastung bei den Patienten beobachtet, die sich in Form einer Gelbsucht präsentieren kann. Die Gelbsucht kann über Wochen bestehen bleiben. Nachdem Wurmfarn verabreicht wurde, benötigen die Patienten ein starkes Abführmittel, damit die Reste des Bandwurms ausgeschieden werden.

Auch Kürbissamen kommen bei der Behandlung von Bandwürmern zum Einsatz. Allerdings ist die Wirkung der Kürbissamen wesentlich schwächer.

Homöopathische Therapie

In der Homöopathie verwendet man gegen Bandwürmer gerne Katzengamander (Teucrium marum) besonders dann, wenn Kinder sich infiziert haben.

Auch Weißes Arsen (Arsenicum album) und Wurmkraut (Spigelia) kommt bei der Bekämpfung von Bandwürmern zum Einsatz.

Ganz wichtig: Wer sich für eine pflanzenheilkundige oder homöopathische Therapie entscheidet, muss beachten, dass solche Therapieformen nur ergänzend zu anderen Therapien angewendet werden sollten.

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