Skip to main content

Das Informationsportal über Madenwürmer beim Menschen.

Dipylidiasis

Dipylidiasis ist ein Gurkenkernbandwurm welcher den Darm von Hunden, Katzen und in seltenen Fällen Menschen befällt. Am häufigsten werden Hunde befallen, gelegentlich jedoch auch Katzen. Er ist der häufigste Bandwurm bei Hunden.

Hauptwirte Hunde und Katzen

Die Hauptwirte sind Hunde und Katzen, gelegentlich auch Menschen. Die Zwischenwirte sind Föhe und Milben. Sie fressen die Wurmeier und in den Flöhen und Milben reifen schließlich die Eier an. Durch das Fressen der Flöhe und Milben gelangen sie in den Darm des Endwirts. In nur 20 Tagen werden die Wurmeier zum Bandwurm.

Hund

Wie sieht der Bandwurm aus?

Ein Bandwurm ist ca. 10 – 75 cm lang und nur 2-3 mm breit. Ein Bandwurm besteht aus 20-130 Proglotiden (Fortpflanzungsglieder). Diese Proglotiden haben die Form eines Gurkenkerns. Sie können über den Stuhl ausgeschieden werden. Der Kopf des Bandwurmes enthält 4 Saugnäpfe. Aus der Gebärmutter des Wurmes kommen Eipakete heraus. Ein Eipaket enthält 20 Eier. Der Gurkenkernbandwurm wird verbreitet durch den Wechsel der Flöhe auf andere Hunde. Menschen können sich nur durch eine versehentliche Aufnahme von Flöhen über den Mund anstecken. Es sind vor allem Kinder unter 8 Jahren betroffen und meist ist es symptomlos. Gelegentlich können Bauchschmerzen, Durchfall und allergische Reaktionen mit Juckreiz auftreten. Meist bei massiven Befall durch mehrere Bandwürmer ensteht eine Obstipation (Verstopfung). Der Wurm bevölkert den Dünndarm und kann geringe Verletzungen und lokale Entzündungen des Darms hervorrufen. Durch die Zesetzung des Flohs im Verdauungstrakt des Hauptwirtes erfolgt die Infektion.

Würmer im Stuhl von Hunden und Katzen

Jede Larve kann sich zu einen Bandwurm entwickeln. Die Würmer können im Stuhl nachgewiesen werden. Die Behandlung erfolgt bei Hunden und Katzen mit Praziquantel einem Anthelminikum und bedarf nur einer Einzelanwendung. Jedoch muss eine Wiederholung der Therapie im Abstand von 3 Wochen erfolgen, um eine Wiederinfektion durch Flöhe zu vermeiden. Zudem muss eine konequente Flohbehandlung des Tiers erfolgen. Zur Prophylaxe sollte in regelmäßigen Abständen eine Entwurmung und die Flohbekämpfung durchgeführt werden.


Ähnliche Beiträge