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Fuchsbandwurm

Man nennt ihn auch Echinococcus multilocularis, den Kleinen, nur wenige Millimeter großen Fuchsbandwurm. Er besteht aus zwei bis sechs Gliedern, den sogenannten Proglottiden. Sein Kopf zeigt sich mit vier Saugnäpfen und einem Rostellum mit doppeltem Hakenkranz, was er zum Festhalten an der Darmwand benötigt.

Fuchsbandwurm

Im Normalfall ist der Mensch der von einem Bandwurm befallen ist, der Endwirt des gesamten Kreislaufes. Beim Fuchsbandwurm ist der Mensch nicht Endwirt, sondern Zwischenwirt. Ein Befall durch einen Fuchsbandwurm kommt relativ selten vor. Wird ein Mensch dennoch davon befallen, spricht man von einer ernst zu nehmenden Erkrankung.

Der natürliche Endwirt ist der Fuchs, seltener können auch Hunde oder Katzen als Endwirte fungieren. Natürliche Zwischenwirte sind bestimmte Nagetiere, die Beute für den Fuchs darstellen.

Wie können Mensch und Tier sich infizieren?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich mit einem Fuchsbandwurm zu infizieren. Zum einen durch kontaminierte Nahrungsmittel, wie Beeren und Pilze aus dem Wald. Zum anderen kann verunreinigtes Trinkwasser Überträger sein. Bandwurmeier, die aus dem Kot über Insekten auf die Nahrungsmittel gelangen, können auch auf diesem Weg den Körper von Mensch und Tier erreichen.
Daher ist es für eine Prophylaxe wichtig, eventuell befallene Nahrungsmittel aus dem Wald gründlich zu waschen, zu schälen und ausreichend zu erhitzten. (Wenige Minuten 70 bis 100°C sind empfehlenswert)

Auch das Eingefrieren der Nahrungsmittel bietet ausreichend Schutz vor einer Ansteckung. Allerdings gilt es zu beachten, dass einfrieren im Gefrierfach des Kühlschranks nicht ausreicht. Erst bei -70 bis -80°C besteht keine Gefahr einer Ansteckung mehr.

Beschwerdebild bei einer Ansteckung mit dem Fuchsbandwurm

Die Erkrankung verläuft jahrelang oft stumm ohne jegliche Anzeichen. Als erste Anzeichen zeigen sich Oberbauchbeschwerden, eine vergrößerte Leber und eine gelbliche Verfärbung der Augen und der Haut. Ebenso können Brustschmerzen sowie Husten und Atembeschwerden auftreten. Ist das Gehirn an der Erkrankung beteiligt, zeigen sich bei den Betroffenen auch zentral-nervöse Störungen.

Hat ein Mensch sich mit dem Fuchsbandwurm infiziert, ist zu 98% die Leber davon betroffen, aber auch Milz, Lunge, Nieren oder das Gehirn können befallen sein. Die Krankheit verläuft meist schleichend und kann tödlich enden. Ärzte stehen der Krankheit auch heute noch machtlos gegenüber und circa 90% aller Betroffenen sterben daran.
Bildnachweis: © Paul Binet – Fotolia.com



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