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Das Informationsportal über Madenwürmer beim Menschen.

Hausmittel gegen Würmer

Wenn man von Wurmbefall beim Menschen spricht, unterscheidet man zwei Gruppen von Würmern: Die Rundwürmer und die Bandwürmer – beide Gruppen sind sogenannte Darmparasiten.

Hausmittel gegen Würmer

Zu den Bandwürmern zählen der Rinder- und Schweinebandwurm sowie der Hunde- und Fuchsbandwurm. Rundwürmer kommen beim Menschen als Madenwürmer, Peitschenwürmer, Hakenwürmer, Spülwürmer und Trichinen vor. Viele Würmer sind zwar lästige Gesellen, hinterlassen aber keine bleibenden Schäden beim Menschen. Beim Fuchsbandwurm ist das anders: Eine Infektion durch den Fuchsbandwurm kann für den Menschen richtig gefährlich werden und unter Umständen sogar tödlich enden. Arbeiter der Forst- und Landwirtschaft sind vermehrt betroffen und auch bei Katzen- und Hundebesitzern besteht eine erhöhte Gefahr, sich mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren. Wer mit diesen Tieren in Kontakt kommt, sollte auf regelmäßiges Händewaschen achten und die regelmäßige Entwurmung von Hund und Katze gilt als selbstverständlich.
Sich durch einen Rinder- oder Schweinebandwurm zu infizieren, ist durch die Fleischbeschau des Schlachtviehs in Deutschland eher selten. Dennoch können auch Untersucher einmal etwa übersehen, daher ist es ratsam, kein rohes Fleisch zu sich zunehmen. Nur so kann eine Infektion ausgeschlossen werden. Wer gerne in südliche und tropische Länder reist, sollte vor Ort kein ungewaschenes Obst und Gemüse sowie nur gut durchgegartes Fleisch konsumieren, damit er keinen Wurm mit nach Hause nimmt.
In Deutschland ist der Madenwurm, der am häufigsten vorkommende Wurm, besonders Kinder sind mit Madenwürmern infiziert. Man geht davon aus, dass jedes zweite Kind schon einmal Madenwürmer hatte.

Der Madenwurm

Madenwurmbefall ist weitverbreitet und zeigt sich nicht selten ohne nennenswerte Symptomatik. Gerade Kinder infizieren sich über infiziertes Spielzeug oder per Selbstinfektion, da sie gerne die eigenen Finger sowie Spielsachen in den Mund stecken.
Die Eier des Madenwurms gelangen über den oralen Weg in den menschlichen Darm und entwickeln sich dort zu Larven. Ist der Wurm voll entwickelt, lebt er etwa drei Monate im Dickdarm des Betroffenen. Die weiblichen Würmer machen sich, vorzugsweise in der Nacht, auf den Weg in Richtung After, um dort ihre Eier abzulegen. Das führt zu Juckreiz, der Betroffene kratzt sich und die Eier haften an den Händen oder nehmen unter den Fingernägeln Platz. Erfolgt kein richtiges Händewaschen kann es zur Selbstinfektion kommen, die Eier gelangen erneut in den Darm und der Kreislauf beginnt von vorne.
Neben dem starken Juckreiz haben Betroffene auch manchmal Durchfall oder einen entzündeten Darm. In vielen Fällen verläuft eine Madenwurminfektion jedoch symptomlos.

Tipp: Weitere Infos unter www.Madenwuermer.de »

Wie können Würmer nachgewiesen werden?

Eine Vielzahl an Würmern lässt sich mittels Stuhlprobe unter dem Mikroskop nachweisen. Die Eier des Madenwurms befinden sich in der Aftergegend und müssen zunächst mittels Klebstreifen gesichert werden. Der Klebestreifen wird dann mikroskopisch untersucht und die Eier können so nachgewiesen werden. In einigen Fällen sind die Würmer auch im Kot zusehen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Je nachdem, welcher Wurm behandelt werden soll kommen unterschiedliche Medikamente zum Einsatz. Beim Madenwurmbefall verabreicht man den Wirkstoff Pyrvinium (z.B. Molevac »), der in den Zuckerstoffwechsel der Parasiten eingreift und sie so abgetötet werden. Das Arzneimittel Helmex wird bei Maden-, Spul- und Hakenwürmern verabreicht. Ein weiterer Wirkstoff ist Mebendazol: Mebandzol kann auch schon Kleinkindern ab zwei Jahre gegeben werden. Mebandzol wird meist als Einmalgabe verabreicht und ist auch gegen Band- und Zwergfadenwürmer wirksam.
Während der medikamentösen Therapie sollten Betroffene auch bestimmte Hygienemaßnahmen einhalten, damit es nicht erneut zu einer Selbstinfektion kommt: Waschen Sie nach jedem Toilettengang immer gründlich Ihre Hände und bürsten Sie auch Ihre Fingernägel. Es ist empfehlenswert, die Fingernägel kurz zu halten, damit sich keine Eier darunter festsetzen können. Wechseln Sie einmal täglich die Bettwäsche und zweimal am Tag die Unterwäsche und waschen Sie mindestens auf 60 Grad. Kochwäsche ist am idealsten. Denken Sie auch daran, das Spielzeug Ihrer Kinder regelmäßig zu reinigen und ebenso an eine eventuelle Mitbehandlung anderer Familienmitglieder.

Hilfe aus der Naturheilkunde

Auch in der Naturheilkunde gibt es einige Mittel, die unterstützend verabreicht werden können, um den ungebetenen Gast wieder los zu werden.
Hierzu zählt Grapefruitkernextrakt (Bestellmöglichkeit »), der sehr wirksam gegen Darmparasiten ist und außerdem keine Nabenwirkungen mit sich bringt. Es wird empfohlen, zweimal im Jahr damit eine Wurmkur zu machen. Grapefruitkernextrakt wird verdünnt eingenommen, da er einen sehr bitteren Geschmack hat. Orangensaft eignet sich hierfür sehr gut.
Auch Knoblauch hat in der Wurmbekämpfung einen hohen Stellenwert – denn Würmer mögen keinen Knoblauch. Kochen Sie den Knoblauch etwa 20 Minuten im Wasser und geben Sie anschließend Honig dazu. Es wird empfohlen, die Kur zwei Wochen durchzuführen. Der Knoblauchsud kann auch als Einlauf verwendet werden.
Außerdem wird Knoblauch auch gerne in Milch angesetzt, dazu nimmt man drei gequetschte Knoblauchzehen und eine Tasse Milch. Das Ganze muss etwa zwölf Stunden ziehen. Drei Wochen lang wird täglich auf nüchternen Magen eine Tasse von der Knoblauchmilch getrunken. Wer Würmer wieder loswerden möchte, kann es auch mit Karottensaft oder rohen Karotten sowie mit Ananas oder Papaya versuchen. Ebenso wird auch gerne Schwarzkümmelöl (Bestellmöglichkeit ») verabreicht: Schwarzkümmelöl wirkt auf das Immunsystem und somit gegen die lästigen Würmer. Damit das Immunsystem richtig arbeiten kann, ist eine intakte Darmflora wichtig. Hierzu eigen sich probiotische Präparate. Folgende Präparate sind in Apotheken erhältlich: Mutaflor(Bestellmöglichkeit »), Symbioflor (Bestellmöglichkeit »), Fortakehl (Bestellmöglichkeit ») und Lactobact (Bestellmöglichkeit »). Ebenso sollten Sie darauf achten, dass Ihr Körper nicht übersäuert ist. Dies geschieht durch die heutige Ernährung leider sehr oft. Das Einnehmen von Basenpulver kann sich durchaus günstig auf den Wurmbefall auswirken. Basenpulver (Bestellmöglichkeit ») wirken unterstützend und helfen Säuren abzufangen, so ist ein basisches Milieu im Darm möglich und Würmer siedeln sich seltener an.

Weitere Hausmittel gegen Würmer

Folgende Hausmittel kommen bei allen Wurmarten zum Einsatz:

Ein weiteres Hausmittel ist die Rhabarberwurzel. Zwei Gramm Pulver von zerstoßenen und trockenen Wurzeln vermischt man mit Honig (ein Löffel). Diese Mischung soll nüchtern eingenommen und die Kur sollte über drei Monate durchgeführt werden. Pro Monat soll an vier Tagen das Rhabarber-Honig-Gemisch eingenommen werden.

Wer lieber Weißkohl mag, kann frisch gepressten Weißkohlsaft trinken. Der Saft wird aus rohem Weißkohl gewonnen. Die Kur dauert zwei Monate und der Saft soll an sechs Tagen im Monat nüchtern getrunken werden.

Auch Zwiebeln kommen bei Würmern zum Einsatz. Legen Sie eine Zwiebel in siedendes Wasser (250 Milliliter), dann die Hitze wegnehmen und die Zwiebel etwa zwölf Stunden darin ziehen lassen. Danach wird die Zwiebel ausgedrückt und die Flüssigkeit abgeseiht. Der Sud sollte dann zügig getrunken werden.

Des Weiteren kann auch mit Wallnussschalen ein Sud angesetzt werden: Hierfür benötigt man 20 Gramm Nussschalen und einen Liter Wasser. Nachdem alles zehn Minuten gekocht hat, wird das Wasser abgeseiht. Sie sollten täglich drei Tassen davon trinken, solange bis sich die Würmer verabschiedet haben. Dieser Sud darf Kindern nicht verabreicht werden.

Und das wirkt gegen Spulwürmer:

Balsamkraut (Bestellmöglichkeit » 50 Gramm) wird in siedendes Wasser (ein Liter) gegeben und zehn Minuten ziehen lassen. Trinken Sie diesen Tee auf nüchternen Magen und führen Sie die Kur drei Monate lang durch. Jeweils fünf Tage pro Monat soll morgens eine Tasse Tee getrunken werden.

Auch mit Wermut (Bestellmöglichkeit ») lässt sich ein Tee-Aufguss herstellen, der gegen Spulwürmer verabreicht werden kann. Dazu nehmen Sie blühende Wermut-Sprossspitzen (fünf Gramm) und geben diese in siedendes Wasser (ein Liter). Der Tee soll etwa zehn Minuten ziehen. Eine Wurmkur mit Wermut soll drei Monate durchführt und an vier Tagen pro Monat soll täglich eine Tasse getrunken werden. Auch hier gilt: Trinken Sie den Tee auf nüchternen Magen.

Gegen Madenwürmer kann folgendes verabreicht werden:

Stellen Sie einen Absud aus gelbem Enzian (Bestellmöglichkeit ») her. Hierfür nehmen Sie 20 Gramm Wurzeln und einen Liter Wasser. Lassen Sie die Wurzeln vier Minuten kochen. Zehn Stunden sollte der Absud anschließen ziehen. Erwachsene trinken über einen Zeitraum von drei Monaten jeden Tag drei Tassen, Kinder dürfen diesen Sud nicht verabreicht bekommen.

Auch Standbeifuß kann gegen Madenwurmbefall hilfreich sein. Geben Sie auf eine Tasse Wasser vier Gramm blühende Standbeifuß-Sprossspitzen und lassen diese Mischung etwa drei Minuten kochen. Danach bitte fünf Minuten ziehen lassen. Auch dieser Sud ist für die Therapie mit Kindern ungeeignet.

Orangen- oder Zitronenkerne wirken sich ebenfalls günstig auf eine Infektion mit Madenwürmern aus. Nehmen Sie etwa einen Löffel der getrockneten Kerne. Nach dem die Kerne zerstoßen wurden, mischt man sie mit Honig und kann diese Mischung dann einnehmen. Die Behandlung soll drei Monate durchgeführt werden und Betroffene nehmen drei Tage im Monat die Zitronen- oder Orangen-Honig-Mischung ein. Auch hier gilt: Die Einnahme erfolgt nüchtern.

Auch gegen Bandwürmer gibt es Hilfe aus der Natur:

Bei der Bandwurmbekämpfung kommt dem Wurmfarn eine bedeutende Rolle zu. Nehmen Sie pulverisierte, getrocknete Wurmfarnwurzeln (zehn Gramm) und geben diese in eine Tasse Wasser. Nachdem das Gemisch gut umgerührt wurde, können Sie es gleich trinken. Auch diese Mischung muss nüchtern eingenommen werden. Etwa vier Stunden danach soll ein Abführmittel genommen werden. Diese Anwendung ist nur für Erwachsene geeignet.

Bandwürmer mögen Möhren nicht. Daher wird nicht selten Möhrensaft gegen Bandwürmer getrunken. Hierfür nimmt man von gekochten Möhren 30 Gramm Saft und trinkt den Saft morgens nüchtern. Dieselbe Menge wird noch einmal am Nachmittag getrunken. Diese Wurmkur sollte drei Wochen lang durchgeführt werden.

Tipp: Mehr zu Bandwürmern beim Menschen unter www.Bandwürmer.com »

Vorbeugung gegen Würmer

Damit man erst gar keine Würmer bekommt, kann man mit Thymiantee vorbeugen. Hierfür benötigt man einen Thymianzweig und eine Tasse kochendes Wasser. Etwa zehn Minuten sollte die Mischung ziehen und kann dann im Anschluss zum Frühstück getrunken werden.

Die Natur hält einige Heilpflanzen gegen Infektionen durch Wurmbefall bereit, sodass diese gerne als Ergänzung zu einer medikamentösen Therapie oder auch separat genutzt werden können.

Bildnachweis: © silencefoto – Fotolia.com



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