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Hundespulwurm lauert auf Kinderspielplätzen

Beim Hund kommen am häufigsten die Spulwürmer Toxocara canis und Toxocara leonina vor. Der Spulwurmbefall bei Hunden ist auch in Deutschland extrem häufig. Schätzungen geben an, dass bis zu einem Drittel der erwachsenen Hunde und nahezu alle Welpen mit Spulwürmern befallen sind.

Hundespulwurm

Infektion

Welpen werden über die Mutter meist schon vor der Geburt infiziert. Da dies nicht zu einer zuverlässigen Immunität führt, werden die Hunde nach der Geburt immer wieder infiziert. Auch die Eier des Hundespulwurms sind äußerst widerstandsfähig und können in der Umwelt sehr lange infektiös bleiben. Die Infektion erfolgt wie beim Katzenspulwurm über befallene Transportwirte oder über Schmutzinfektion.

Symptome

Auch beim Hund gilt: Die Erkrankung verläuft lange Zeit unbemerkt. Erst bei sehr massivem Befall können Krankheitszeichen auftreten.
Die Larven schlüpfen sehr rasch, bereits Stunden nach der Aufnahme der Eier. Sie beginnen, durch die Organe des Hundes zu wandern und können zu Entzündungen der Lunge, der Nieren und der Leber führen. Die Tiere zeigen Durchfall oder auch Verstopfung und erbrechen häufiger. Sie sind allgemein matt, fressen wenig und zeigen ein stumpfes Fell.

Bekämpfung

Wie bei der Katze ist auch beim Hund die regelmäßige Entwurmung das einzige zuverlässige Mittel. Sie sollte alle drei Monate, bei intensivem Kontakt zu Kleinkindern sogar monatlich durchgeführt werden, um den Infektionskreislauf zu durchbrechen.

Bedeutung für den Menschen

Der Mensch kann sehr leicht vom Hundespulwurm befallen werden. Von besonderer Bedeutung ist das für Kinder. Hier spielt die Hygiene eine alles entscheidende Rolle. Doch hier stoßen Eltern an Grenzen, wenn sich auf Kinderspielplätzen Hundehäufchen finden, wie es leider immer wieder zu beobachten ist. Von diesem Hundekot geht ein massiver Infektionsdruck aus. Der Kontakt mit dem Kot ist, wo immer möglich, strikt zu meiden. Doch auch wenn man lediglich einen Hund berührt hat, empfiehlt es sich dringend, anschließend gründlich die Hände zu waschen. Das gilt für Erwachsene ebenso wie für Kinder. Denn viele Infektionen verlaufen zwar ohne schwerwiegende Erkrankung, aber das Risiko für schwerere Schäden ist durchaus gegeben.

Werden Larven aufgenommen, passieren sie die Wand des Dünndarms und wandern über den Blutkreislauf durch verschiedene Organe. Besonders Leber und Lunge sind betroffen. Aber auch das Nervensystem und die Augen sind gefährdet. Die Wanderung schädigt die Gewebe. Häufig heilen diese Schädigungen ohne Symptome wieder ab. Aber speziell bei hohem Infektionsdruck, also einer hohen Zahl aufgenommener Larven, kann es zu unterschiedlich ausgeprägten Entzündungserscheinungen kommen. Die Krankheitszeichen sind am Beginn unspezifisch und ähneln denen einer Grippe. Der Betroffene fühlt sich matt, hat Durchfall, Hautausschläge (Nesselsucht), Husten und eventuell Fieber. In späterer Folge kann es zu Lungenentzündung, Lebervergrößerung und neurologischen Symptomen kommen.

In Anbetracht des Erkrankungsrisikos für den Menschen, insbesondere für Kinder, ist eine umfangreiche Aufklärung der Hundehalter unumgänglich. Insbesondere die regelmäßige Entwurmung, aber vor allem auch die strikte Vermeidung von Verschmutzungen durch Kot besonders auf Kinderspielplätzen ist eine unerlässliche Forderung.

Bildnachweis: © multimartinator – Fotolia.com



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