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Rinderbandwurm

Der Rinderbandwurm ist auf der ganzen Welt verbreitet und laut Schätzungen leben weltweit 40 bis 60 Millionen Bandwurmträger.

Aussehen des Rinderbandwurms

Man nennt ihn auch Rinderfinnenbandwurm, den aus einem Kopf und vier Saugnäpfen sowie einer Gliederkette bestehenden Rinderbandwurm. Für seine Entwicklung benötigt der Parasit den Wirtswechsel. So wechselt er zwischen dem Endwirt Mensch und dem Zwischenwirt Rind hin und her. Der Rinderbandwurm kann bis zu 10m lang werden.

Die Entwicklung des Rinderbandwurmes

Der Bandwurm stößt kontinuierlich die unteren Glieder ab, welche mit reifen Eiern besetzt sind. Die einzelnen Glieder können 80 000 bis 100 000 Eier enthalten. Mit dem Kot gelangen die Eier durch das Abwasser oder durch Düngung an die Außenwelt, wo sie in feuchtem Milieu über Wochen und Monate infektionsfähig bleiben. Die Rinder nehmen auf der Weide die Eier in ihren Dünndarm auf. Sogenannte Onkosphären schlüpfen danach aus den Eiern und gelangen über die Darmwand in die Blutgefäße.

Rinderbandwurm

Die quergestreifte Muskulatur erreichen sie mit dem Blutstrom und im Zeitraum von drei bis vier Monaten bilden sich daraus dann die Finnen.
Nach dem Verzehr des infizierten Fleisches setzt sich die Finne an der Wand des Dünndarmes fest und ein neuer Bandwurm entsteht. Der Bandwurm stößt bereits nach zwei bis drei Monaten erste, mit Eiern besetze, Glieder ab und kann bis zu mehreren Jahren alt werden.

Beschwerden nach einer Infektion

Verzehrt ein Mensch finnenhaltiges Rindfleisch in rohem oder halbrohem Zustand, besteht die Gefahr der Infektion und bei einem Teil der Menschen können sich Beschwerden zeigen.
In der Regel aber läuft eine Infektion mit dem Rinderbandwurm ohne Beschwerden ab. Ein lang dauernder oder mehrfacher Befall kann unter anderem Übelkeit und Erbrechen sowie Oberbauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung hervorrufen.

Diagnose und Therapie

Die Diagnose stellt der Arzt durch eine mikroskopische Untersuchung der Stuhlprobe, wo die Eier des Bandwurms zu finden sind. Ebenso zeigen sich im Kot manchmal abgestoßene Proglottiden, die weißlich und flach aussehen. Durch die peristaltische Eigenbeweglichkeit bewegen sich die Glieder häufig selbst fort, verlassen sogar manchmal selbst den Anus.
Wenn die Diagnose Rinderbandwurm gestellt ist, hilft eine einfache Standard-Wurmkur mit den Wirkstoffen Niclosamid oder ­Praziquantel. Gegen den Rinderbandwurm besteht keine Immunität.

Vermeidung einer Ansteckung

Um eine Ansteckung zu vermeiden, wird das Schlachtvieh von der Fleischbeschau sortiert. Stark finnenhaltiges Fleisch wird aussortiert und schwach finnenhaltiges Fleisch wird tiefgefroren, um die Finnen abzutöten. Anschließend wird es als Freibankfleisch verkauft.
Was kann man selbst tun?
Prophylaktisch muss auf den Verzehr von rohem und halbrohem Fleisch und am besten komplett auf Fleisch verzichtet werden. Bei dem Verzehr von Hackfleisch, welches nicht ausreichend erhitzt werden soll, ist das Einfrieren für mindestens 24 Stunden zu empfehlen. Wichtig: Das Fleisch muss in den Tiefkühler, das Gefrierfach im Kühlschrank reicht hierfür nicht aus. Nähere Infos zu einer gesunden und gefahrlosen Ernährung finden Sie unter https://www.provegan.info/



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