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Das Informationsportal über Madenwürmer beim Menschen.

Therapie bei einer Oxyuriasis

Molevac EinnahmeWurde mittels Klebestreifen ein Wurmbefall gesichert, sollte die Erkrankung, obwohl sie als harmlos gilt, behandelt werden. Dies geschieht mit einem Medikament, das den Darm entwurmt; als besonders effektiv hat sich dabei die Einnahme von Molevac erwiesen.
Sogenannte Breitbandantihelminthika, Piperazinderivaten oder  Molevac werden medikamentös eingesetzt. Diese Wirkstoffe gegen den Wurmbefall gibt es im Handel beispielsweise als Tiabendazol, Albendazol und Mebendazol. Sie wirken direkt auf die Nerven, die Muskulatur und den Energiestoffwechsel der Würmer und haben einen lähmenden Effekt. Die Eier werden durch diese Medikamente allerdings nicht abgetötet. Eventuell kann es notwendig werden, die Behandlung mit diesen Medikamenten, nach etwa zwei Wochen zu wiederholen. Wer an einer Madenwurminfektion erkrankt ist, wird die Parasiten in der Regel auch schnell wieder los. Allerdings sollten dann auch gewisse Regeln bezüglich der Hygiene eingehalten werden, damit es nicht immer wieder zur Selbstinfektion kommt. Das ist leider oft bei kleinen Kindern der Fall, da der unerträgliche Juckreiz immer wieder zum Kratzen verführt und die Eier an den Fingern kleben bleiben. Durch das häufige „Finger in den Mund stecken“ werden die Eier dem eigenen Körper auf oralem Weg wieder zugeführt.

Ganze Familie mitbehandeln

Es wird außerdem immer empfohlen, die ganze Familie mit zu behandeln, weil aller Wahrscheinlichkeit nach, auch noch andere Familienmitglieder vom Wurmbefall betroffen sind. Auch enge Kontaktpersonen außerhalb der Familie, wie beispielsweise die Tagesmutter des Kindes oder der beste Freund aus dem Kindergarten kann sich ebenfalls mit den Würmern infiziert haben. Geben Sie bei gesicherter Diagnosestellung auch den Menschen, die eng mit Ihrem Kind zusammentreffen, Aufschluss über die bestehende Infektionskrankheit.

Besonders regelmäßige Hygiene

Des Weiteren kommt der regelmäßigen Hygiene eine bedeutende Rolle zu, da erneute Infektionen vermieden werden wollen: Die Hände sollten oft gewaschen werden, wobei hier die Device gilt, lieber einmal zu viel waschen als einmal zu wenig. Nach jedem Toilettengang und vor jedem Essen müssen die Hände gründlich gereinigt werden. Es sollte auch Seife benutzt werden. Besonderes Augenmerk muss man auch auf die Fingernägel legen, da sich gerade unter langen Fingernägeln die Eier „verstecken“ könnten. Daher gilt: Beim Wurmbefall müssen die Fingernägel immer kurz gehalten und bei der Reinigung gründlich miteinbezogen werden. Eine Reinigung mit der Bürste ist ratsam.

Dem täglichen Wechseln der Unterwäsche, was eigentlich immer erfolgen sollte, kommt beim Wurmbefall natürlich eine ganz besondere Bedeutung zu. Neben dem regelmäßigen Unterwäschewechsel, der am besten zweimal am Tag erfolgen sollte, muss auch die Bettwäsche täglich erneuert werden. Denn auch an der Bettwäsche können die klebrigen Eier haften bleiben und dadurch zur erneuten Ansteckung beitragen. Beides – Unterwäsche sowie Bettwäsche müssen mindestens auf 60 Grad gewaschen werden. Wer absolut sichergehen will, sollte die 95 Grad Waschung bevorzugen. Des Weiteren ist es ratsam, täglich zu duschen und gerade den Afterbereich äußerst gründlich mit Seife zu waschen.

Fleischarme Ernährung

Eine Ernährung mit wenig oder gar keinem Fleisch unterstützt die Therapie gegen Madenwürmer. Fasserreiche und ballasstoffreiche Nahrungsmittel erweisen sich ebenfalls als förderlich.

Bildnachweis: © photo 5000 – Fotolia.com



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