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Das Informationsportal über Madenwürmer beim Menschen.

Trichuriasis / Peitschenwürmer

Lateinisch heißt der Peitschenwurm Trichuris trichiura und gehört zur Gattung der Fadenwürmer. Diese Erkrankung ist weltweit verbreitet, besonders in Gebieten mit schlechter Hygiene und fehlender Kläranlagen.

Peitschenwürmer

Peitschenwurm

Der Peitschenwurm befällt den Dickdarm des Menschen und kann pro Tag 10 000 Eier produzieren. Ohne Behandlung kann der Wurm bis zu 10 Jahre im Dickdarm des Menschen überleben. Oft haben betroffene keine Beschwerden.

Männchen / Weibchen

Die Männchen haben eine länge von 40mm und die Weibchen werden 50mm groß. Sie unterscheiden sich indem das hintere Ende des Männchens eingerollt ist und beim Weibchen gerade. Der Körperbau ist vorne dünn und wird nach hinten dicker.

Infektion

Eine Infektion erfolgt durch die orale Aufnahme von rohen, durch Düngung mit Fäkalien verunreinigte Lebensmittel. (z.B. Gemüse, Salate). Die Wurmeier benötigen einen Monat um zu reifen und infektiös zu werden. Nach der oralen Aufnahme gelangen die Wurmeier in den Dünndarm. Sind diese in den Dünndarm angekommen, wandert die Larve in die Darmschleimhaut und werden nach 1-3 Monaten zu erwachsene Würmer und wandern in den Darm zurück. Mithilfe der Darmperistaltik gelangt der Wurm in den Dickdarm, wo er sich schließlich einnisstet. Im Dickdarm ist auch sein eigentlicher Lebensraum. Hier kann er mehrere Jahre überleben. Die Würmer produzieren im Dickdarm Eier, welche über den Stuhl ausgeschieden werden. Die Wurmeier sind jedoch erst nach 2 Monaten nach einer Infektion im Stuhl nachweisbar.

Therapie

Die ausgeschiedenen Wurmeier werden bei 26°C feuchter Umgebungstemperatur nach ca. 3-4 Wochen zu infektiösen Larven. Die Symptome die Auftreten können sind Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen und in schweren Fällen Mangelernährung und Anämie. Die Therapie erfolgt meist mit Mebendazol. Die Behandlung dauert ca. 3 Tage und muss in manchen Fällen wiederholt werden. Die Trichuriasis ist nicht nach dem Infektionsschutzgesetz dem Gesundheitsamt zu melden.

Bei Peitschenwürmern handelt es sich um Fadenwürmer, die im Anfangsabschnitt des menschlichen Dickdarms anzutreffen sind. Es sind Parasiten, die ihren Namen der sehr charakteristischen Gestalt verdanken. Vorne sind sie sehr dünn und werden nach hinten hin immer dicker, sodass sie wie eine Peitsche aussehen. Mit ihren 3 – 5 cm Gesamtlänge sind sie aber auch im unteren Dünndarm, Blinddarm, restlichen Dickdarm und im Rektum zu finden.

Peitschenwürmer leben in feucht-warmem Klima

Peitschenwürmer haben sozusagen die Welt erobert und sind überall anzutreffen, wo die Hygienebedingungen eher unzureichend sind und sie fühlen sich in feucht-warmem Klima sehr wohl. In Entwicklungsländern mit wirklich kaum vorhandener Hygiene gelten Peitschenwürmer-Infektionen als ziemlich normal. Peitschenwürmer können übrigens auch Affen befallen.

Orale Aufnahme

Die Eier der Peitschenwürmer werden oral aufgenommen und im Darmkanal schlüpfen dann die Larven. Diese wiederum siedeln sich für 10 Tage in der Darmwand an und nach mehreren Häutungen entstehen die erwachsenen Würmer, die sich regulär im Anfangsabschnitt des Dickdarmes ansiedeln. Hier werden sie geschlechtsreif und nach der Paarung legt ein Weibchen alleine täglich ca. 2.000 bis 14.000 Eier. Innerhalb weniger Wochen entwickeln sich in den Eiern infektionsfähige Larven. Die Lebensdauer von erwachsenen Peitschenwürmern beträgt mehrere Jahre.
Begünstigt wird eine Infektion mit Peitschenwürmern durch tropisches Klima, eine unhygienische Lebensweise, verunreinigtes Trinkwasser, fäkale Düngung von Obst und Gemüse oder Fliegenkontakt auf Speisen.
Bei einem geringen Befall von Peitschenwürmern treten vermutlich keinerlei bemerkenswerten Krankheitssymptome auf. Da sich die Peitschenwürmer aber vom Blut des Wirtes ernähren, können bei einem stärkeren und lang anhaltenden Befall folgende Symptome beobachtet werden: Durchfall, Dickdarmentzündungen, Blut im Stuhl, Unterleibsschmerzen, Blutarmut durch andauernden Blutverlust und Gewichtsabnahme.

Behandlung

Behandelt wird eine Infektion erfolgreich mit den Wirkstoffen Albendazol und Mebendazol.
Vorbeugen kann man einem Befall durch Peitschenwürmer mit einer optimalen Körper- und Lebensmittelhygiene.
Nach einem Aufenthalt in hygienisch unterentwickelten Ländern ist die Abgabe einer Stuhlprobe beim Arzt ratsam.


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