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Das Informationsportal über Madenwürmer beim Menschen.

Ursachen dieser Wurmerkrankung

Oxyuriasis ist auf eine Infektion des Darms mit der Nematodenart Enterobius vermicularis zurückzuführen.

Schmierinfektion

Oxyuriasis

Die Infektion dieser Wurmerkrankung findet in aller Regel auf oralem oder fäkal-oralem (Schmierinfektion) Übertragungsweg statt, indem die Eier des Parasiten über den Mund aufgenommen werden. Darüber hinaus ist auch über den Luftweg, beispielsweise durch aufgeschüttelte, infizierte Bettwäsche eine inhalative Infektion möglich. Die Eier werden von einer klebrigen Eiweißhülle umhüllt und können unter den Fingernägeln sowie in Bekleidung und Bettwäsche über einen längeren Zeitraum (in feuchter Umgebung etwa bis zu drei Wochen) lebensfähig bleiben und entsprechend eine Infektion hervorrufen. Nach der oralen Aufnahme gelangen die Eier in den Magen, wo deren Eihülle aufgelöst wird.

Nur 6 Stunden nach Aufnahme der Eier schlüpfen die Larven im Darm

Bereits nach etwa sechs Stunden schlüpfen die ersten Fadenwurmlarven im Duodenum (Zwölffingerdarm) und wandern über den restlichen Dünndarm, wo sie sich mehrmals häuten, in das Caecum (Blinddarm). Im Caecum nisten sich die Larven in die Schleimhaut der Darmwand ein und bilden bis zu ihrer Geschlechtsreife, die nach etwa zwei bis drei Wochen erreicht wird, eine sogenannte Kommensale, eine Art Fressgemeinschaft, in welcher sie sich von Nahrungsrückständen des menschlichen Wirtsorganismus ernähren, ohne diesen zu schädigen. Während die männlichen Würmer im Anschluss an die Paarung absterben, wandern die weiblichen Würmer nach einer zweiwöchigen Eireifung zur Ablage der Eier in Richtung Anus.

Mehr als 10.000 Eier legen Madenwürmer am After ab

Nach dem Durchqueren des Sphinkters legen die weiblichen Würmer ihre Eier (mehr als 10.000) in den Falten der Perianalhaut ab und sterben ab. Die klebrige Eiweißhülle gewährleistet hierbei die Haftung der Eier in den Hautfalten des Afters. Die abgelegten Eier werden bei Sauerstoffzufuhr bereits nach vier bis acht Stunden hochinfektiös und treten in ein zweites Larvenstadium ein. Über Kratzen im betroffenen Bereich und eine erneute orale Aufnahme der Nematodeneier sind Reinfektionen möglich. Es wird zudem angenommen, dass die im Bereich der Perianalhaut freigesetzten Larven auch retrograd über den Anus in den Darm gelangen können.

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