Skip to main content

Das Informationsportal über Madenwürmer beim Menschen.

Vermox

Vermox

Vermox

Vermox enthält den Wirkstoff Mebendazol und ist ein Breitspektrum-Wurmmittel. Mit dem Medikament werden unter anderem Band- und Rundwürmer behandelt. Bei folgenden Wurminfektionen kommt Vermox zum Einsatz: Askariasis (Spulwurmbefall), Enterobiasis (Madenwurmbefall), Ankylostomiasis (Hakenwurmbefall), Trichuriasis (Peitschenwurmbefall), Taeniasis (Bandwurmbefall) und Strongyloidiasis (Zwergfadenwurmbefall).

Vor der Einnahme von Vermox sollten Sie Folgendes beachten

Wer allergisch auf einen der Bestandteile, wie beispielsweise Mebendazol oder Gelborange S reagiert, darf Vermox nicht einnehmen.

Besteht eine Leberfunktionsstörung, bedarf die Verabreichung des Arzneimittels besonderer Vorsicht. Sollten Sie während der Einnahme von Vermox Symptome, wie Appetitlosigkeit, Juckreiz oder die Dunkelfärbung des Urins beobachten, müssen Sie die Behandlung mit Vermox abbrechen und Ihren Arzt konsultieren.

Liegt eine schwere Lebererkrankung vor und wird eine hohe Dosis Mebendazol notwendig, wie zum Beispiel bei Erkrankungen durch einen Bandwurm oder Zwergfadenwurm, darf Vermox nicht verabreicht werden.

Eine Kombination von Mebendazol und Metronidazol (ein Medikament, das gegen Infektionen durch Protozoen oder Bakterien zum Einsatz kommt) sollte unterlassen werden.

Liegt eine Diabetes-Erkrankung vor, ist es wichtig, den Blutzuckerspiegel regelmäßig zu kontrollieren.
Die gleichzeitige Einnahme von Wurmmitteln und Immunsuppressiva ist ebenfalls kontraindiziert. Das gilt in besonderem Maße bei der Kombination von Wurmmitteln und Glukokortikoiden, wenn die Glukokortikoide, in hohen Dosen oder über einen längeren Zeitraum gegeben werden müssen.

Bei der Therapie von Kindern unter zwei Jahren liegen keine ausreichenden Ergebnisse mit Vermox vor. Daher muss das Nutzen-Risiko abgewogen werden. Des Weiteren wurden bei Kindern sowie bei Kindern unter einem Jahr selten Krampfanfälle durch Vermox beobachtet.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Generell gilt: Wer Medikamente einnimmt, muss den Arzt bei einer Behandlung mit Vermox im Vorfeld darüber informieren. Auch dann, wenn Medikamente vor kurzer Zeit eingenommen wurden. Ebenso sollten Sie Medikamente, die nicht verschreibungspflichtig sind, erwähnen.

Bestimmte Medikamente dürfen nicht zusammen mit Vermox verabreicht werden. Hierzu zählen:
Medikamente, die gegen eine Infektion mit Protozoen oder Bakterien eingesetzt werden (Metronidazol)
Medikamente gegen Epilepsie (Carbamazepin oder Phenytoin)
Medikamente, die bei einer HIV-Infektion zum Einsatz kommen (Ritonavir)
Wirkstoffe, wie Cimetidin (hemmt die Magensäurefreisetzung) sollten ebenfalls nicht mit Vermox zusammen verabreicht werden. Das Cimetidin kann einen verzögerten Abbau von dem Mebendazol begünstigen. Was sich wiederum auf die Plasmakonzentration negativ auswirkt und erhöhte Werte zur Folge haben kann.

Kann auf die oben genannten Medikamente nicht verzichtet werden, sollte die Bestimmung der Plasmaspiegel erfolgen, um die Dosis anpassen zu können.

Vermox und Schwangerschaft

Schwangere Frauen sollten auf die Einnahme von Vermox verzichten, da das Arzneimittel unter dem Verdacht steht, durch den Wirkstoff Mebendazol, Erbschäden hervorzurufen. Ebenso sollten Patienten während der Behandlung mit Vermox für eine sichere Verhütung sorgen, weil nicht völlig ausgeschlossen werden kann, dass Eizellen oder Samenzellen geschädigt werden. Mediziner wissen auch nicht, ob der Wirkstoff die Muttermilch ungünstig beeinflusst, daher ist das Stillen während der Behandlung zu vermeiden.

Das Medikament beeinträchtigt hingegen weder das Bedienen von Maschinen noch die Verkehrstüchtigkeit.

Die Einnahme von Vermox

Folgen Sie bei der Einnahme von Vermox genau den Anweisungen Ihres behandelnden Arztes. In der Regel gilt für Erwachsene folgende Dosierung:

Beim Madenwurmbefall nehmen Betroffene an drei Tagen je eine Tablette ein, dies entspricht einer täglichen Dosis von 100 Milligramm Mebendazol. Die Behandlung sollte nach zwei und nach vier Wochen erneut erfolgen. Des Weiteren müssen Sie während einer Behandlung auf regelmäßige Körperhygiene achten und die nähere Umgebung gründlich sanieren. Auch Menschen aus Ihrem näheren Umfeld sollten mitbehandelt werden.

Bei der Spulwurminfektion muss an drei Tagen, jeweils morgens und abends, eine Tablette eingenommen werden. Die Dosis beläuft sich auf 200 Milligramm Mebendazol am Tag.
Liegt ein Peitschenwurmbefall vor, nehmen Patienten an drei bis vier Tagen, jeweils am Morgen und am Abend, eine Tablette ein. Hier handelt es sich um eine Dosis von 200 Milligramm Mebendazol pro Tag. Wird der Wurm mit einer Behandlung nicht abgetötet, wird die Tablettengabe wiederholt. Ganz wichtig: Die tägliche Menge darf nicht gesteigert werden. Liegt ein starker Befall vor, werden die entzündete Darmschleimhaut und der Durchfall ebenfalls behandelt.

Beim Bandwurmbefall benötigt der Betroffene an drei Tagen jeweils drei Tabletten morgens und abends, das entspricht einer Dosis von 600 Milligramm. Es ist auch möglich an vier Tagen jeweils zwei Tabletten am Morgen und am Abend, entsprechend 400 Milligramm täglich, einzunehmen.

Betroffene, die mit dem Hakenwurm infiziert sind, nehmen an drei Tagen jeweils morgens und abends eine Tablette ein.

Die Behandlung des Zwergfadenwurmbefalls zeigt sich nicht immer als völlig unproblematisch, das heißt, es muss mit Misserfolgen gerechnet werden. Betroffene nehmen jeweils drei Tabletten morgens und abends ein.

Die Behandlung bei Kindern

Die folgenden Dosierungen gelten für Kinder ab zwei Jahre. Bei Madenwurm- und Spulwurmbefall sowie bei Peitschenwurm- und Hakenwurmbefall erfolgt die gleiche Behandlung und Dosierung wie bei den erwachsenen Patienten. Beim Befall mit einem Bandwurm hingegen wird die Dosierung reduziert und an drei Tagen, jeweils morgens sowie abends, eine Tablette verabreicht. Ist das Kind mit einem Zwergfadenwurm infiziert, muss an drei Tagen, jeweils am Morgen und am Abend, eine Tablette verabreicht werden.

Für Kinder unter zwei Jahren ist die Einnahme, aufgrund unzureichender Erfahrungen, nicht empfehlenswert.

Infektionen durch Maden- und Spulwürmer sowie Peitschen- und Hakenwürmern müssen nach einer Behandlung mittels Stuhlprobe untersucht werden. Dies geschieht etwa ein bis zwei Wochen nach der Behandlung mit Vermox. Sind die Würmer nicht vollständig abgetötet, sollte die Behandlung erneut durchgeführt werden.

Die Tabletten werden in der Regel während der Mahlzeiten eingenommen. Sie können zerkaut oder mit Wasser im Ganzen geschluckt werden.

Wurde versehentlich eine zu große Menge Vermox eingenommen, sollte der behandelnde Arzt konsultiert werden. Es kann durchaus vorkommen, dass durch die vermehrte Einnahme intensivere Nebenwirkungen auftreten. Es wurden Erbrechen, Bauchkrämpfe und Übelkeit beobachtet und es kann auch zu Haarausfall und Leber- oder Nierenerkrankungen kommen. Auch Bluterkrankungen haben sich zuweilen gezeigt. Es besteht die Möglichkeit, bei einer versehentlich erhöhten Einnahme, eine Magenspülung durchzuführen oder dem Patienten medizinische Kohle zu verabreichen. Ein Gegenmittel gibt es nicht. Des Weiteren ist es ratsam, die Leberwerte und das Blutbild zu kontrollieren.

Sollten Sie vergessen haben das Medikament einzunehmen, können Sie es am selben Tag, auch zu einem späteren Zeitpunkt, ohne Probleme einnehmen. Fällt Ihnen das Vergessen des Medikaments erst einen Tag später ein, sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt über die weitere Vorgehensweise sprechen.

Eine Behandlung sollte niemals eigenmächtig abgebrochen werden, da der Behandlungserfolg dadurch gefährdet wird. Als Ausnahme gilt natürlich die Unverträglichkeit des Medikaments.

Vermox und mögliche Nebenwirkungen

Selten kommt es bei der Einnahme von Vermox zu Krampfanfällen, Schwindel und allergischen Reaktionen. Außerdem wurden selten die Verminderung von weißen Blutzellen, eine Leberentzündung sowie veränderte Leberwerte beobachtet. Hautausschläge, Schwellungen der Haut sowie Haarausfall gehören ebenso zu den seltenen Nebenwirkungen. Auch lebensbedrohliche Hautreaktionen kommen kaum vor. Gelegentlich kann es allerdings zu Durchfall und Blähungen kommen. Auch Bauchbeschwerden wurden gelegentlich beschreiben. Häufig klagten Patienten bei der Einnahme von Vermox über Bauchschmerzen.

Bedenken Sie auch, dass der Inhaltsstoff Gelborange S zu einer allergischen Reaktion führen kann.
Sollten Sie Nebenwirkungen bei sich spüren, die nicht im Beipackzettel aufgeführt sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Aufbewahrung des Arzneimittels

Auch bei Vermox gilt, dass das Medikament für Kinder nicht erreichbar sein darf und nach dem Verfallsdatum nicht mehr verwendet werden soll. Bewahren Sie das Medikament immer in der Originalverpackung auf, damit die Tabletten vor Licht geschützt sind. Achten Sie bitte auch darauf, dass die Temperatur am Aufbewahrungsort zwischen 15 und 30 Grad liegt. Benötigen Sie das Medikament nicht mehr, sollten Sie in der Apotheke nachfragen, wie Sie es am besten entsorgen können. So helfen Sie aktiv mit, die Umwelt zu schützen.

Zu unseren Bestsellern

 



Ähnliche Beiträge



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere