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Zystizerkose beim Menschen

Sprechen Mediziner von einer Zystizerkose, ist eine Infektion gemeint, die durch Larven des Schweinebandwurms ausgelöst wird. Die Infektion kommt vermehrt in Süd- und Mittelamerika, Asien und Afrika vor, seltener in Ost- und Südeuropa. Herrschen in Ländern gute hygienische Bedingungen und findet eine regelmäßige Fleischbeschau bei den geschlachteten Tieren statt, kommt die Infektionskrankheit quasi heute kaum mehr vor.

Die Erreger des Schweinebandwurms werden über den oralen Weg übertragen: Einerseits mittels Verzehr von rohem Schweinefleisch oder andererseits werden die Eier direkt vom Menschen aufgenommen und kommen so in den menschlichen Darm. Von dort gelangen die Erreger in unterschiedliche Organe, wie beispielsweise in das Herz oder in das Gehirn. Sie siedeln sich auch gerne in der Muskulatur, in den Augen und in der Haut an.

Die Ursachen

Zystizerkose durch Schweinebandwurm beim Menschen

Die Erreger siedeln sich im Darm des Schweines an und nach einer bestimmten Zeit schlüpfen dort auch die Larven. Die Larven machen sich dann auf den Weg in die Muskulatur des Tieres, um sich dort zu infektiösen Finnen zu entwickeln. Diese infektiösen Finnen gelangen nun über den Verzehr von rohem Fleisch in den menschlichen Körper. Dort haften sich die Finnen an die Darmwand an und entwickeln sich weiter zum Wurm. Der erwachsene Wurm legt dann Eier und verbleibt im Darm des Menschen.

Es kann aber auch sein, dass Betroffene die Finnen nicht über das Fleisch aufnehmen, sondern die Eier des Bandwurms. Dann ist der Verlauf anders: Die Eier entwickeln sich dann im Darm zu Larven, die über die Darmwand ins Blut gelangen. Über das Blut platzieren sich die Larven in unterschiedlichen Organen, wie beispielsweise im Gehirn, im Herz, in der Muskulatur oder auch in den Augen. In dem betroffenen Organ geht ihre Entwicklung weiter und nach einigen Monaten werden Verkalkungen sichtbar.

Werden die Finnen über das Essen aufgenommen, verursacht der entstandene Bandwurm kaum Beschwerden. Erfolgte die Aufnahme über die Eier direkt, kommt es auf die Lokalisation an, welche Beschwerdebilder sich zeigen.

Symptomatik

Wie oben bereits beschrieben, hängen die auftretenden Symptome von der Art der Übertragung und von der Lokalisation der Erreger ab.

Ein erwachsener Schweinebandwurm kann zu Magen-Darm-Problemen und zur Gewichtsabnahme führen.

Eine unterschiedlich ausgeprägte Beschwerdesymptomatik zeigt sich hingegen dann, wenn die Eier aufgenommen wurden. Je nachdem, wo sich die Larven platziert haben, zeigen sich die Beschwerden. Es kann zu Muskelschmerzen und Fieber kommen und der Patient klagt über ein allgemeines Krankheitsgefühl. Wenn beispielsweise das Gehirn betroffen ist, zeigen sich Symptome wie epileptische Anfälle und kognitive Störungen. Auch neurologische Ausfälle wurden beobachtet. In manchen Fällen kann es auch zu einer Entzündung des Gehirns oder der Hirnhäute kommen. Auch ein Schlaganfall ist möglich. Mit der Zeit entwickelt sich eine ansteigende Raumforderung, was wiederum zu Sprachverlust oder Lähmungserscheinungen führen kann. Wenn auch der Wirbelkanal betroffen ist, kann es unter Umständen auch zur Querschnittslähmung kommen.

Die Diagnosestellung

Bei einem Gespräch mit dem Patienten macht sich der behandelnde Arzt ein Bild über die Beschwerden und über die Reisen, die der Patient gemacht hat. Grunderkrankungen wird ebenso Beachtung geschenkt. Zunächst werden der Stuhl und das Blut des Patienten untersucht. Mittels mikroskopischer Untersuchung werden die Wurmeier im Stuhl nachgewiesen. Der durchgeführte Bluttest liefert den Nachweis spezifischer Antikörper. Des Weiteren wird durch Röntgen oder einer Computertomografie die Diagnose gesichert.

Therapie einer Infektion durch den Schweinebandwurm

In der Medizin stehen heute zwei Wirkstoffe zur Bekämpfung des Schweinebandwurms zur Verfügung. Therapien sind mit Praziquantel oder Albendazol möglich. Die Behandlung dauert zwei Wochen. Beide Wirkstoffe sollten immer mit einem Kortikoidpräparat (Dexamethason) kombiniert verabreicht werden. Dadurch wird der Verschlechterung der Symptomatik, die durch den Zerfall der Erreger entstehen kann, entgegen gewirkt. Hat der Patient beispielsweise epileptische Anfälle, sollte die Therapie mit Antiepileptika erweitert werden. Werden Wurm abtötende Mittel verabreicht, muss der Patient auch mit eventuellen Nebenwirkungen rechnen. Es können sich Übelkeit und Erbrechen zeigen oder es kann zu Magenbeschwerden oder neurologischen Symptomen kommen. Hierzu zählen vor allem Schwindel und Kopfschmerzen.

Wie die Therapie nun genau aussehen soll, muss für jeden Patienten individuell überlegt werden.

Bleibt eine Zystizerkose unbehandelt, kann sie zum Tod führen. Dank der diagnostischen Fortschritte ist die Prognose dieser Infektionserkrankung heute wesentlich besser als in vergangenen Zeiten.

Prophylaktische Maßnahmen

Auch hier gilt, dass auf den Verzehr von rohem Fleisch verzichtet werden sollte. Ebenso wichtig ist es außerdem, dass das Schlachtvieh regelmäßig untersucht wird.
Eine gute Hygiene ist ebenso selbstverständlich.

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Bildnachweis: © Morphart – Fotolia.com



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